Wir machen mit!

 

Weihnachten naht und die Kinder um uns beginnen, in den Werbeblättern der Spielzeugproduzenten zu blättern. Die Wunschlisten für den Weihnachtsmann/ das Christkind sind, wie immer, lang.

 

Als Evangelische Kita und in Anbetracht der aktuellen gesellschaftlichen Strömungen halten wir es für wichtig, innezuhalten und den Blick über den Tellerrand, in diesem Fall nach Osteuropa,    zu wagen:

Nicht alle Kinder können Weihnachten und auch sonst mit vielen Geschenken rechnen. Sie leben unter schwierigen Bedingungen, nicht wenige als Waisen oder in staatlicher Obhut, weil die Eltern im westlichen Ausland leben, um Arbeit zu finden.

 

Es gibt viele Organisationen, die sich zu Weihnachten (und auch sonst) dieser Kinder annehmen und mit caritativen Aktionen versuchen, Freude zu schenken und zu helfen. Der jährliche Weihnachtspäckchenkonvoi (eine gemeinsame Aktion vom Ladies' Circle, dem Round Table, dem Tangent Club und Old Tablers) ist so eine Initiative. 

Die Ev. Kita Aschhausen ist seit einigen Jahren eine Sammelstelle für die gespendeten Päckchen aus unserem Umfeld.

In diesem Jahr sprach uns ein Kita-Vater, der beim Round Table engagiert ist, ob wir wieder mitmachen.

Klar! Doch dieses Jahr nicht nur als Sammelstelle, sondern selbst aktiv.

 

Das z.T. fremdenfeindliche Klima, das in Deutschland zunimmt, ist für uns auch ein Zeichen mangelnder Empathie und Aufklärung über die Lebensumstände von Menschen, die Hilfe benötigen.

Ein guter Zeitpunkt, bei den Kindern an christliche Werte wie Nächstenliebe und Barmherzigkeit zu appellieren und mit ihnen zusammen tätig zu werden! Jeder kann einen Teil dazu beitragen, anderen Kindern zu Weihnachten Freude zu schenken. 

 

Wir planen, mit den Kindern zusammen viele Päckchen zu packen und den Verlauf des Konvois danach im Internet via Beamer zu verfolgen. So können die Kinder sehen, dass die Hilfe wirklich ankommt und sie ein Teil der Aktion "Kinder helfen Kindern" sind!

 

Bewegender Erfahrungsbericht

29.10.2018.  Markus Quathamer und Claas Krüger (beide vom Round Table) kamen zu Besuch, um den Kindern genauer von der Aktion zu erzählen.

Sie hatten Bilder und einen kurzen Film dabei - dies half den Kindern, zu erfassen, worum es bei dem Konvoi geht.

Warum gibt es den Konvoi eigentlich? Wie geht es den Kindern in den Ländern, die angefahren werden? Mit dem Hinweis auf die Wahrung der Würde der Menschen dort verzichtete Markus Quathamer auf detaillierte Schilderungen und Photos der Lebensumstände dort. Unsere Kinder merkten aber auch so, dass es woanders Kinder gibt, die nicht so viele Spielsachen wie sie haben. Zu hören, dass selbst Zahnpasta und andere Utensilien, die für uns selbstverständlich sind, große Freude auslösen, ließ alle nachdenklich werden.
Markus Quathamer zeigte zunächst die Routen, die die LKWs auf ihrem Weg nach Rumänien, Moldawien, Bulgarien und die Ukraine nahmen. Er war im letzten Jahr 3,5 Tage und Nächte mit dem Konvoi unterwegs, bis sein LKW bei einem Kinderheim ankam!
Claas Krüger machte den Kindern Vorschläge, wie sie helfen können. Vielleicht gibt es ja ein Puzzle oder ein Auto unter ihren Spielsachen, die sie abgeben könnten?
Er wies auch darauf hin, dass es wichtig ist, die eingepackten Kartons richtig zu kennzeichnen: Auf den Aufklebern wird vermerkt, ob der Inhalt für ein Mädchen oder einen Jungen gedacht ist.
Die Ehrenamtlichen, die den Konvoi begleiten, nehmen dafür Urlaub und sind 10 Tage unterwegs! M. Quathamer erzählte bewegt, dass er jedes Mal mehrere Tage braucht, um wieder in unserem "Konsumalltag" anzukommen.
Wir danken den Beiden, dass sie sich viel Zeit genommen haben, den Kindern von der Aktion zu erzählen! Sie haben die vielen Fragen der Kinder beantwortet und mit den Bildern sicher viele Gedanken und Emotionen bei allen angeregt. VIELEN DANK!

Unsere Infowand im Foyer

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